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Kunstgießerei Plein – Tradition und Innovation seit Generationen
Ursprünge in der Südeifel
In der idyllischen Südeifel, nahe dem Länderdreieck Deutschland, Belgien und Luxemburg, begann die Geschichte der Kunstgießerei Plein im Ort Speicher. Bereits seit der Römerzeit wurde hier Töpferhandwerk betrieben. Um 1830 nutzten mehrere Töpfer, genannt „Eulner“, gemeinsam einen Brennofen – der Grundstein für die spätere Kunstgießerei.

Gründung und erste Generation
Mitte des 19. Jahrhunderts war Johann Plein einer dieser Töpfer, der klassische Töpferwaren wie Geschirr, Vorratsgefäße und Milchverarbeitungsutensilien herstellte. Sein Sohn Matthias Plein begann um 1880 mit der Herstellung von Grabschmuck aus Terrakotta. Er verwendete dabei einheimische Tone und vertrieb seine Waren in der näheren Umgebung. Die Wirren der Zeit brachten das Unternehmen jedoch im Jahre 1914 wieder zum Erliegen.
Neugründung nach dem Ersten Weltkrieg
1919 gründeten seine Söhne Nikolaus als Bildhauer und Adam als Keramiker die Terrakotta- und Porzellanverarbeitende Firma Gebr. Plein. Das junge Unternehmen hatte trotz großer Schwierigkeiten einen guten Aufschwung zu verzeichnen. Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes wuchs der Absatzmarkt auf Mitteleuropa an.
Die Anfänge der Gießerei
1925 wurde die erste Metallwerkstätte eingerichtet und 1927 mit der Herstellung von Galvano-Christuskörpern und Bronze-Reliefs begonnen. Schon bald wurde das vorhandene Betriebsgelände zu klein und 1934 konnte ein neues Fabrikgebäude in der Bahnhofstraße bezogen werden.

1944 beschädigten Bomben das Gebäude schwer. Der erhaltene Teil des Gebäudes diente den Alliierten Streitkräften als Truppenunterkunft. Die gesamte Betriebseinrichtung ging verloren, der Betrieb stand still.

links: Fertigung von Christuskörpern (1935)
rechts: Terrakottawerkstatt in der Neustraße im Winter
Wiederaufbau nach dem Krieg
1948 baute Nikolaus Plein mit seinen beiden Kindern die Metallabteilung des Betriebes wieder auf und gründete die Eifeler Metallplastik, Nikolaus Plein & Co. Bronzeguss- und Galvanoteile wurden die Hauptprodukte.
Die Keramik- und Terrakottaabteilung firmierte weiter unter Gebr. Plein Speicher und wurde von Adam Plein gemeinsam mit seinen Söhnen geführt.

Beispiele aus der Fertigung der Keramikabteilung aus den Jahren 1920 – 1980
Verbreiterung der Produktpalette
Programmerweiterungen und steigende Nachfrage im Metallbereich machten 1960 einen Erweiterungsbau auf dem alten Betriebsgelände und Ende der 1970er Jahre den Neubau der Gießerei erforderlich. Seit 1985 firmiert das Unternehmen unter dem heute bekannten Namen Kunstgießerei Plein GmbH.
Ein neuer Standort
Doch auch dieser Anbau wurde schnell zu klein. Seit Ende 1989 befindet sich die Gießerei am heutigen Standort in der Weiherheide, weitere Teile der Produktion und der Verwaltung folgten in den kommenden drei Jahrzehnten.
Um die Jahrtausendwende begann die Kunstgießerei Plein erneut mit der Fertigung von Keramikprodukten. Es folgten Edelstahl, Marmorguss, Glas, Kunststoff und zuletzt Neusilber als wichtige Materialien.

Moderne Technik und handwerkliches Können
Heute vereint die Kunstgießerei traditionelle Gussverfahren mit modernster Technologie zur Verarbeitung der verschiedensten Materialien. Jedes Objekt beginnt mit einem handgefertigten Modell aus Wachs, Ton oder Gips, das durch erfahrene Fachkräfte zum fertigen Kunstwerk wird.
Vielfalt und Qualität
Die Produktpalette umfasst Skulpturen, Schriftzüge, Gedenktafeln und vieles mehr. Neben der Neuproduktion widmet sich das Unternehmen auch der Restaurierung wertvoller Objekte.
Vision für die Zukunft
Die Kunstgießerei Plein bewahrt ihre handwerkliche Tradition und verbindet diese stetig mit technischen Innovationen. Ihre Arbeiten stehen für Beständigkeit und Schönheit, die Generationen überdauern sollen.











